Echte Herausforderung: die Pflege demenzkranker Menschen – alzheimerinfo.de

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HEIDELBERG (MedCon) – Angehörige von Alzheimer- und anderen Demenz-Patienten können ein Lied davon singen: Der Umgang mit und die Pflege von solchermaßen Betroffenen ist kräftezehrend. Umso wichtiger sind regelmäßige Auszeiten. Am Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg fand deshalb jetzt eine Tagung unter dem Motto „Die Gestaltung positiver Erlebnisräume in der Pflege von Menschen mit Demenz“ statt.

Wissenschaft und Praxis müssen zusammenarbeiten

Die Weiterentwicklung der Pflege demenzkranker Menschen erfordert eine enge Kooperation von Pflegewissenschaft und Pflegepraxis, um bestehende Ansätze zu evaluieren und wissenschaftliche Erkenntnisse sinnvoll in der Praxis zu implementieren, waren sich die Experten einig. Das emotionale Erleben von Menschen mit Demenz ist ein zentrales Element in den Pflegesituationen und sollte daher in den Pflegeplanungen entsprechend berücksichtigt werden.

Patienten brauchen positive Erlebnisse

Diese Aspekte hat sich das dort präsentierte Froschungsprojekt DE-MIAN (DEmenzkranke Menschen in Individuell bedeutsamen AlltagssituationeN) auf die Fahnen geschrieben, dessen Ziel es war, individuelle positive Erlebnisräume von Menschen mit Demenz für eine gezielte emotionale Förderung in der Pflege nutzbar zu machen. Fragestellungen des Projekts waren:

  • Lassen sich individuell positive Alltagssituationen demenzkranker Menschen gezielt erfassen?
  • Kann durch eine vermehrte Gestaltung dieser positiven Erlebnisräume das psychische Befinden von Menschen mit Demenz beeinflusst werden?
  • Welche Personengruppen profitieren in besonderem Maße von einem solchen Ansatz?
  • An dem Projekt nahmen insgesamt 25 Alten- und Pflegeheime in Baden-Württemberg teil. Einbezogen wurde dabei sowohl die Perspektive der Betroffenen, als auch die der Angehörigen und Pflegenden.

    Quelle:

    Erstellt von Medcon aus Vorträgen der Fachtagung „Die Gestaltung positiver Erlebnisräume in der Pflege von Menschen mit Demenz“, Universität Heidelberg, 29. März 2007

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