Passivrauchen könnte Demenzrisiko erhöhen – alzheimerinfo.de

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BERKELEY (MedCon) – Jahrzehntelanges Passivrauchen scheint das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken, zu erhöhen. Dies deuten Ergebnisse einer Studie der University of California in Berkeley an.

Die Forscher um Dr. Thaddeus Haight werteten Daten von 3602 Senioren im Alter von 65 oder älter aus, die an der Cardiovascular Health Study teilnahmen. Damit die Untersuchungsergebnisse nicht verfälscht wurden, wählten die Forscher aus dieser großen Gruppe die Menschen aus, die keine Herz-Kreislauf-Erkrankung hatten und auch nie im Leben selbst geraucht hatten – insgesamt 985. Davon hatten 495 Angaben gemacht, wie stark sie ihr Leben lang Zigarettenrauch ausgesetzt waren, etwa weil der Ehepartner Raucher war.

Mehr als 30 Jahre sind zuviel

Es zeigte sich, dass die Studienteilnehmer, die im Laufe ihres Lebens einer sehr starken Passivrauchbelastung ausgesetzt gewesen waren, ein um 30 Prozent erhöhtes Risiko hatten, an Demenz zu erkranken. Als eine sehr starke Belastung definierten die Wissenschaftler regelmäßiges Passivrauchen über mehr als 30 Jahre.

„Wir sind noch dabei, Analysen durchzuführen, um unsere Ergebnisse auf etwaige andere Einflussfaktoren als das Passivrauchen zu überprüfen, doch die Befunde deuten stark darauf hin, dass die Lebenszeit-Belastung durch Passivrauchen ein Risikofaktor für Demenz bei älteren Menschen ist“, sagte Studienautor Haight.

Quelle:

erstellt von MedCon aus Vortrag bei der 59. Jahrestagung der American Academy of Neurology in Boston, 28. April bis 5. Mai 2007

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