Gewichtsverlust geht bei Frauen einer Demenz voraus – alzheimerinfo.de

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ROCHESTER (MedCon) – Gewichtsverlust geht der Diagnose einer Demenz um einige Jahre voraus, allerdings nur bei Frauen und nicht bei Männern. Das ergab eine Studie von David S. Knopman und Kollegen vom Mayo Clinic College of Medicine, Rochester, die in Neurology vom 21. August erschienen ist.

Mit Hilfe des Datensystems des Rochester Epidemiology Project filterten die Wissenschaftler neu aufgetretene Demenzfälle aus den Jahren 1990 bis 1994 heraus.

Gewicht im Auge behalten

Dabei benutzten sie die Kriterien des DSM-IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders, 4. Aufl.) zur Definition der Demenz. Es gab 481 Fälle von Demenz bei Alzheimer-Krankheit oder bei Morbus Parkinson sowie andere neurodegenerative oder vaskuläre Demenzen. Jedem Fall sei eine Kontrolle mit gleichem Alter (+/- ein Jahr) und Geschlecht gegenöbergestellt worden, erläutert die Arbeitsgruppe um Knopman.

Das Gewicht der Patienten und Kontrollen wies 21 bis 30 Jahre vor dem Beginn der Demenz keine Unterschiede auf, stellten die Autoren der Studie fest. Allerdings war das Körpergewicht bei Frauen mit Demenz 11 bis 20 Jahre vor dem Erkrankungsbeginn niedriger als bei den Kontrollen, ergänzen die Wissenschaftler aus Rochester.

Erhöhtes Risiko

Dabei zeigte sich den Autoren zufolge eine Tendenz zu einem erhöhten Demenzrisiko mit abnehmendem Körpergewicht bei Frauen sowohl im Jahr des Beginns ihrer Erkrankung als auch neun bis zehn Jahre zuvor.

„Selbst wenn man Verzögerungen bei der Diagnosestellung berücksichtigt, geht die Gewichtsabnahme der Demenzdiagnose um einige Jahre bei Frauen, nicht aber bei Männern voraus“, kommentieren die Wissenschaftler ihre Ergebnisse. „Die Gewichtsabnahme steht möglicherweise mit Prädemenz-Apathie, Antriebsverlust und verminderter Riechfunktion in Zusammenhang.“

Quelle:

erstellt von Medcon aus Neurology, 2007 Aug 21;69(8):739-46

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