Alzheimer-Therapie: Der Patient im Blickpunkt – alzheimerinfo.de

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Klinische Studien haben die Wirksamkeit und Verträglichkeit moderner Antidementiva hinlänglich belegt – dies hat auch seinen Niederschlag in den Leitlinien gefunden. Dass klinische Wirksamkeit und Patientennutzen durchaus nicht zwei paar Stiefel sind, betonte Prof. Dr. Lutz Frölich, Mannheim auf dem Kongress der deutschen Gesellschaft für Neurologie.

Ziele einer Demenztherapie

Realistische Ziele einer medikamentösen Alzheimer-Therapie sind symptomatische Verbesserungen sowie Verzögerungen der Krankheitsprogression. Im Rahmen von Nutzenbewertungen können insbesondere der längere Erhalt kognitiver und alltagspraktischer Funktionen, der zu einer längeren Selbstständigkeit der Patienten beitragen kann, als patientenrelevanter Nutzen angesehen werden, ebenso eine positive Beeinflussung demenz-bedingter Verhaltensstörungen und, so Frölich, natürlich eine gute Verträglichkeit.

Memantine erfüllt Anforderungen

Dass Memantine all diesen patientenrelevanten Anforderungen entspricht, belegt laut Frölich eine aktuelle Metaanalyse von Winblad et al. über sechs randomisierte, placebo-kontrollierte, doppelblinde Phase-III-Studien: Diese hat die gute Wirksamkeit von Memantine in den drei Kerndomänen Kognition, Alltagskompetenz, Verhalten und Globalurteil erneut bestätigt. (Dement Geriatr Cogn Disord 2007; 24:20). In allen sechs Studien wurde die Therapie gut vertragen, die Rate der unerwünschten Ereignisse blieb auf Placeboniveau.

Bericht von der DGN 2007, Pro Praxis Neurologie & Psychiatrie 2007

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