Durch moderne IT werden schon 30-Jährige dement – alzheimerinfo.de

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Durch digitale Technik sind auch junge Menschen betroffen, sagen Experten. Sie können zwar schneller Informationen finden, vergessen aber gleich wieder.

Digitale Tools haben unser Leben merklich erleichtert: Wir müssen uns weniger Dinge selbstständig merken, alle nötigen Informationen werden digital gespeichert. Auch einen Orientierungssinn brauchen wir nicht mehr, da das GPS uns die Arbeit abnimmt.

Doch diese sonnige elektronische Welt hat auch ihre Schattenseite:

  • Wissenschafter nennen das Phänomen “Digitale Demenz” oder auch “Digitales Alzheimer”: Gerade junge Menschen quälen sich nicht mehr mit Lernen und dem Aufnehmen von Informationen, da die Technik ihnen die Arbeit abnimmt. Da das Gehirn nun nicht mehr gefordert wird, baut es somit jene Teile ab, die für das Erinnern nötig sind.
  • Die Folge: Wir können uns einfache Adressen und Telefonnummern nicht mehr merken. Wir vergessen, wo wir unser Auto geparkt haben. Wir steigen bei der falschen U-Bahn-Station aus. Oder wir vergessen gar, dass wir an einem spezifischen Projekt beteiligt sind.

Schneller suchen.

Eine wissenschaftliche Basis für das Phänomen liefert eine Studie unter Probanden im Alter von 20 bis 30 Jahren von Yoon Se-chang, Professor am Samsung Medical Center in Seoul, Südkorea. Die Probanden hatten deutliche Defizite in der Merkfähigkeit, die für das Suchen verantwortlichen Gehirnteile sind aber viel stärker entwickelt.

Durch Google und Ähnliches wissen wir heute, wo wir suchen müssen. Eine Information lässt sich schneller erneut finden. Experten empfehlen ab und zu mal auf die Technik verzichten und das Hirn aktiv zu fördern.

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