Fahrtauglichkeit bei Alzheimer-Demenz – alzheimerinfo.de

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Bei Alzheimer-Demenz können die Betroffenen Defizite beim Autofahren anfangs durch Erfahrung oder angepasste Fahrweise ausgleichen. Je nach Krankheitsverlauf kann die Fahrtauglichkeit unterschiedlich lange erhalten bleiben.

In Deutschland sind Fahrtests im Alter nicht vorgeschrieben

In Deutschland gibt es derzeit etwa 10 Millionen Führerscheininhaber über 60 Jahre, von den 71- bis 80- Jährigen sind noch 45% mit dem eigenen Auto unterwegs. Im Unterschied zu vielen europäischen Nachbarstaaten sind in Deutschland keine routinemäßigen Untersuchungen der Fahreignung im Alter vorgeschrieben. Es fehlen klare Kriterien für die Beurteilung der Fahrtüchtigkeit im Einzelfall.

In Köln läuft aktuell Studie zur Fahrtauglichkeit

Unter Leitung von Prof. Dr. Rüdiger Mielke von der Universität Köln läuft erstmals eine deutsche Studie, die Auswirkungen einer beginnenden Alzheimer-Demenz auf die Fahreignung untersucht. Es sollen Faktoren ermittelt werden, mit deren Hilfe die Fahreignung bei beginnender Demenz prognostiziert werden kann. Solange jedoch keine definierten Kriterien für die Fahrtauglichkeit existieren, sollten als sehr valide geltenden Fahrtests in einer Fahrschule durchgeführt werden. Spätestens jedoch beim Übergang von der leichten zur mittelgradigen Demenz ist, Mielke zufolge, von einer fehlenden Fahreignung auszugehen.

Quelle: ÄP NeurologiePsychiatrie 4/2009

Hören Sie zu diesem Thema auch den Podcast mit Frau Dr. Hofmann-Born: 

Zum Podcast: Alzheimer und Autofahren

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