Zusammenleben mit Demenzkranken: – alzheimerinfo.de

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Wenn alte Menschen erste Anzeichen von Demenz zeigen, wie übergroße Vergesslichkeit oder Verwirrtheit, kommt es oft zu Problemen und Reibereien mit den Angehörigen.

Strukturierten Tagesablauf mit Gewohnheiten etablieren

Ein durchorganisierter Tagesablauf und eine Wohnung, in der alles seinen festen Platz hat, können dabei helfen, das Zusammenleben von Betroffenen und ihren Angehörigen reibungsloser zu gestalten. Ruhe und Struktur im Alltag sind wichtig für Menschen, die sich auf ihre Erinnerung nicht mehr verlassen können. Ein ständig wechselnder Tagesablauf schafft mitunter große Verunsicherung. Beruhigend auf die erkrankten Angehörigen wirkt auch, wenn es wichtige Dinge doppelt gibt – zum Beispiel Zweitbrille oder Gehstock.

Aktivitäten fördern

Es ist wichtig, den Betroffenen nicht zu viele Arbeiten abzunehmen: Einfachen Hausarbeiten, wie zum Beispiel Fenster putzen, Staub saugen oder bestimmten Gartenarbeiten, sind Demente durchaus noch gewachsen. Einige Patienten neigen dazu, bestimmte Handlungen ständig zu wiederholen. Angehörige sollten dies entweder ignorieren oder die Eigenart in zielgerichtete Tätigkeiten verwandeln (etwa Wäsche falten).

Über Jahre hinweg aber kann die Pflege eines verwirrten alten Menschen Angehörige auch an den Rand der Leistungsfähigkeit bringen. Dies ist keinesfalls als Niederlage zu werten. Bevor sich die Familie aufreibt, ist die stationäre Pflege in jedem Fall die bessere Lösung.

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