Broschüre der Deutschen Alzheimer Gesellschaft zum Thema Frontotemporale Demenz – alzheimerinfo.de

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Aufgrund zahlreicher Nachfragen von Angehörigen gibt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft eine neue Broschüre zum Thema „Frontotemporale Demenz“ heraus. Unter den etwa 1,2 Millionen Demenzkranken in Deutschland sind etwa 33.000 von dieser Form der Demenz betroffen. Dennoch gibt es bisher keine gezielten Informationen für Betroffene zu diesem Thema. Die Frontotemporale Demenz (FTD) wird durch den Untergang von Nervenzellen im Stirnhirn verursacht. Persönlichkeitsveränderungen und Verhaltensstörungen stehen im Vordergrund. Anders als bei der Alzheimer-Krankheit kommt es erst später im Krankheitsverlauf zu Gedächtnisstörungen. Die Erkrankung tritt häufig schon vor dem 60. Lebensjahr auf, also in der mittleren Lebensphase, wenn viele Betroffene noch berufstätig sind, schulpflichtige Kinder haben, finanzielle Verpflichtungen eingegangen sind. Deshalb löst diese Erkrankung oft eine Tragödie für die Erkrankten und ihre Familien aus.

Die Broschüre „Frontotemporale Demenz“ wurde von der Ärztin Dr. Janine Diehl-Schmid (Zentrum für Kognitive Störungen der TU München) und der Rechtsanwältin Bärbel Schönhof verfasst. Ausführlich dargestellt werden Krankheitsbild, Diagnose, medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlung und der Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen der Erkrankten wie Distanzlosigkeit oder Aggressivität. In dem Kapitel „Rechtliche Fragen“ wird auf Probleme eingegangen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung auftreten, etwa Kündigungsschutz, Verrentung, Schuldfähigkeit bei Strafdelikten, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, elterliches Sorgerecht.

Broschüre:

Frontotemporale Demenz. Krankheitsbild, Rechtsfragen, Hilfen für Angehörige. Praxisreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Band 10, 80 Seiten, 3,– € (ab 1.1.2010: 4,– €). Bestellungen: Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

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