Demenzpatienten kaum vor Grippe geschützt – alzheimerinfo.de

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Demenzkranke sterben häufiger an Influenza als gleich alte Personen ohne Demenz. Das legt eine Analyse in den USA bei über sechs Millionen alten Menschen nahe.

Bei Demenzkranken wurde dabei seltener Influenza diagnostiziert, sie blieben kürzere Zeit wegen Grippe hospitalisiert, starben aber zu 50 Prozent häufiger daran als der Durchschnitt. Vermutet wird als Ursache eine schlechte Versorgung (J Am Ger Soc online).

Die deutschen Gesundheitsbehörden empfehlen für alle Personen über 60 Jahre nachdrücklich die jährliche Influenza-Schutzimpfung. Bester Zeitpunkt ist der Herbst.

Die Grippe (Influenza) ist eine akute Viruserkrankung, die durch Tröpfcheninfektion etwa durch Niesen, Husten oder Sprechen, durch Händeschütteln oder über infizierte Gegenstände (beispielsweise Türgriffe) übertragen werden kann. Die Erreger sind weltweit verbreitet und können sich leicht verändern. Für ältere Menschen, Schwangere und gesundheitlich Vorgeschädigte ist die Influenza besonders gefährlich.

Eine Impfung ist die beste Möglichkeit, sich gegen die Grippe zu schützen. Sie verringert das Risiko überhaupt zu erkranken oder schwere Komplikationen zu erleiden.

Der neue saisonale Grippe-Impfstoff enthält die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlene Antigenkombination und berücksichtigt neben dem Schweinegrippe-Virus zwei weitere Virus-Varianten. „Nach der Impfung ist der Impfschutz in 10 bis 14 Tagen aufgebaut“, sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat eine neue Internetseite zum Thema Impfen eingerichtet. Unter www.impfen-info.de können sich Bürgerinnen und Bürger umfassend über die verschiedenen Impfungen und deren Nutzen sowie über ergänzende Hygienemaßnahmen informieren.

Quelle: Ärzte Zeitung, 06.10.2010

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