Schmerzen bei Demenzpatienten erfordern eine genaue Beobachtung – alzheimerinfo.de

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Patienten mit demenziellen Erkrankungen erhalten oftmals keine ausreichende Schmerzbehandlung. Häufig ist es schwierig,, Schmerzsymptome zu erkennen. Denn Patienten mit Alzheimer-Demenz können oftmals ihre Schmerzen nicht adäquat beschreiben. Betreuende Angehörige oder Pflegepersonen können durch eine genaue Beobachtung der Patienten dazu beitragen, die Diagnose „Schmerz“ zu untermauern.

Durch eine ausreichende Schmerztherapie kann sowohl die Lebensqualität von Demenzpatienten als auch ihr Gedächtniszustand entscheidend verbessert werden. Infolge einer eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit haben die Betroffenen jedoch oftmals Schwierigkeiten, sich auszudrücken und ihre Schmerzsituation zu beschreiben. Die Diagnose von Schmerzen ist in solchen Fällen oftmals nur anhand von nonverbalen Äußerungen wie Veränderungen von Mimik, Körpersprache und Verhalten möglich. Bezugspersonen und Pflegekräfte sollten daher Demenzpatienten sorgfältig beobachten.

Nonverbale Hinweise, die auf mögliche Schmerzen bei Demenzpatienten hindeuten können sind u. a. ein angespannter, starrer Blick oder das Ziehen von Grimassen, das Vermeiden bestimmter Körperpositionen oder Bewegungen, eine Abwehrreaktion auf Pflegemaßnahmen sowie eine verstärkte muskuläre Anspannung. Auch Apathie oder vermehrte Unruhe, aggressive Zustände sowie Lautäußerungen wie Stöhnen, Schreien oder Weinen können mögliche Anzeichen von Schmerzen sein.

Quellen: Engeser P. 2010; Hass S. & Lampl C. 2006

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