Alzheimer-Frühsymptome werden von einigen Betroffenen kompensiert – alzheimerinfo.de

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Frankfurt am Main, 06.07.2006

LONDON (MedCon) – Altersbedingte Gedächtnislücken, wie das Vergessen einer erst kürzlich geführten Unterhaltung, dürften Anzeichen jenes Vorganges sein, der zu einer Alzheimer-Erkrankung führen kann. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Rush University Medical Center gekommen, über die kürzlich die BBC berichtete.

Das Team um David Bennett untersuchte die Gehirne von 134 älteren Menschen, die zu Lebzeiten – abgesehen von einer leichten Vergesslichkeit – im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten zu sein schienen. Es zeigte sich, dass mehr als ein Drittel der untersuchten Gehirne jene Proteinansammlungen (Plaque) aufwiesen, die mit Alzheimer in Zusammenhang gebracht werden.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine Behandlung im frühesten Stadium am wirksamsten sein könnte. Daher wird fieberhaft nach dem ersten Punkt gesucht, an dem sich die Krankheit bemerkbar macht. Kleine Anfälle von Vergesslichkeit werden in der Bevölkerung meist nicht mit einem möglichen Beginn des geistigen Verfalls in Zusammenhang gebracht. Doch die Forscher wiesen in den untersuchten Gehirnen ein Ausmaß an Schädigung nach, das mit jenem bei Patienten mit schwerem Alzheimer zu vergleichen ist.

Bennett erklärte in der BBC, diese Ergebnisse deuteten an, dass manche Menschen diesen Schaden besser kompensieren könnten als andere. “Diese Menschen können viele Krankheitssymptome ohne offensichtliche Gedächtnisprobleme haben.” Die Ursachen dafür müssten erforscht werden.

Der Wissenschaftler nimmt an, dass ein hohes Bildungsniveau helfen kann, die Gehirnfunktionen zu erhalten, da mehr Verbindungen zwischen den Gehirnzellen angeregt werden.

Quelle: BBC online 29.6.06

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