Mein Mann hat mit mir nicht über seine Krankheit gesprochen – alzheimerinfo.de

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Seit ca. 3 Jahren fällt mir eine Veränderung an meinem Mann auf, die ich aber lange Zeit verdrängt habe. Er eckte unser Auto des öfteren an, fand gewohnte Autostraßen nicht mehr, legte die Zeitung nach 1 Minute zur Seite, lief mit dem Hund immer den gleichen Weg. Mein Mann machte lauter unsinnige Dinge. Erst als Nachbarn fragten, warum mein Mann so eigenartig geworden ist, fiel es mir wie Schuppen von den Augen.

Das Versteckspiel ist vorbei!

Nach einem gemeinsamen Besuch beim Hausarzt wurde mein Verdacht bestätigt. Mein Mann war schon seit 2 Jahren wegen seiner Vergesslichkeit beim Neurologen in Behandlung. Mir hat er nie etwas davon erzählt. Das Versteckspiel ist vorbei! Inzwischen kann mein Mann nicht mehr lesen, nicht schreiben und verliert auch seine Sprache. Eine Unterhaltung mit ihm ist nicht mehr möglich. An manchen Tagen bin ich sehr verzweifelt und wütend, komme mit der Krankheit noch immer nicht klar.

Verträgliche Antidementiva-Therapie

Zur Zeit sind wir an einer Uniklinik in Behandlung. Mein Mann bekommt eine Kombinationstherapie mit zwei Antidementiva, die einen unterschiedlichen Wirkmechanismus haben. Er verträgt die Medikation gut.

Ich habe Angst, Depressionen zu bekommen.

Mein Mann ist erst 63 Jahre alt. Ich habe wahnsinnige Angst vor dem, was noch kommt und muss z. Zt. aufpassen, dass ich nicht selber in Depressionen verfalle.

Autor: U. B.

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