Die Pflegedienstleitung berichtet: Mit der richtigen Therapie findet sich Frau C. im Pflegealltag wieder besser zurecht – alzheimerinfo.de

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Fr.C. wurde im Okt.06 zu uns zur Kurzzeitpflege von Angehörigen gebracht, weil Ehemann ins Krankenhaus mußte. Leider verstarb dann der Ehemann und Fr.C. blieb für immer in der vollstationären Pflegeabteilung als Bewohnerin.

Symptome der Alzheimer-Demenz und schlechter Allgemeinzustand

Die Schilderung ihres damaligen Allgemeinzustandes lt. Töchter, obwohl von ihrer Nervenärztin mit Medikamenten eingestellt: Fr. C. war inkontinent, konnte kaum essen, erkannte ihre Töchter nicht mehr. Fr. C. war jedoch sehr mobil, hatte gestörten Schlaf- und Wachrythmus, war sehr unruhig. Beim Pflegeteam bestand die Sorge, dass Fr. C. massiv an Gewicht verlieren könnte.

Essen und Trinken war sehr langwierig und schwierig

Auch nach Eingewöhnungszeit auf unserer Abteilung und Versorgung mit verschiedenen sehr hoch dosierten Medikamente aus der Neurologie, zeigte sich kein wesentlicher Erfolg. Unterstützung beim Essen und Trinken war sehr langwierig und schwierig, da Fr. C. starke Abwehrreaktionen zeigte und kaum den Mund öffnete bei den Hilfstellungen. Valitation und basale Stimulation zeigten keinen grundlegenden Erfolg.

Einstellung auf Antidementivum zeigte deutliche Verbesserung

Im Februar 2007 wurde Fr. C. dann unserer Nervenärztin vorgestellt, die sofort auf ein Antidementivum umgestellt hat. Schon nach sehr kurzer Zeit konnten bei Fr. C. positive Erfolge bestaunt werden. Zuerst nahm sie die Hilfestellung beim Essen und Trinken besser wahr und der Zeitaufwand konnte deutlich verringert werden. Nach ca. 3 Wochen nahm dann Fr. C. eines Mittags Besteck selbst in die Hand und begann zu essen. Kontinuierliches Toilettentraining wurde möglich.
Zum heutigen Zeitpunkt zeigt Fr. C. deutlich positive Reaktionen. Sie isst und trinkt wieder alles allein, kaum noch inkontinent, Schlaf- und Wachrythmus fast weider normal. Kommunikation hat sich deutlich gebessert und Fr. C. findet sich im Pflegalltag gut zurecht.

Für unserer Pflegepersonal war dieser Erfolg sehr motivierend für ihre weitere Arbeit auf unserer gerontopsychiatrischen Pflegeabteilung.

Autor: R. H., Pflegedienstleitung

Weitere Informationen:

  • Medikamentöse Therapie der Alzheimer-Demenz

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