Muss man bei Alzheimer eine bestimmte Ernährung einhalten? – alzheimerinfo.de

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Eine spezielle Alzheimer-Diät gibt es nicht.
Am günstigsten ist eine abwechslungsreiche, fettarme Ernährung, bei der vor allem auf tierische Fette verzichtet wird. Sie sollte in erster Linie reich an verschiedenen Sorten von Obst und Gemüse sein. Von den darin enthaltenen Antioxidantien (Vitamin C + E) geht eine schützende Wirkung für Nervenzellen und Gefäße aus.

In neuen Studien wurde ein weiterer unabhängiger Risikofaktor für Alzheimer gefunden, das Homocystein. Es handelt sich dabei um einen Stoff aus dem Eiweißstoffwechsel, den man im Blut messen kann und der in zu hoher Konzentration die Gefäße schädigt und eine Schädigung der Nervenzellen zur Folge haben kann. Drei Vitamine können den Spiegel dieser Substanz deutlich senken: Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12. Die wichtigsten Quellen für diese Vitamine sind bei der Folsäure grüne Blätter (Salat, Spinat, Kraut, Lauch etc.), beim Vitamin B6 Beeren, Pilze und diverse Früchte und beim Vitamin B12 in erster Linie Rindfleisch. Letzteres mag dazu beitragen, dass Vegetarier häufig einen erhöhten Homocystein-Spiegel und darüber hinaus nachweislich ein erhöhtes Alzheimer-Risiko haben.

Eine ausgewogene Ernährung vermag also bis zu einem gewissen Grade, das Gehirn vor Alzheimer schützen. Umso trauriger ist die Tatsache, dass in unserem Wohlstandsland die Alten die am schlechtesten ernährte Bevölkerungsgruppe bilden.

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